ABRECHNUNG ZUM HESSENTAG ENTTÄUSCHT DOPPELT

Für die WsR ist die Abrechnung zum Hessentag in zweifacher Hinsicht enttäuschend. Zum einen hätten sich die Prognosen der WsR zur Höhe des Defizites auf erschreckende Weise bewahrheitet, zum anderen würden auch unter dem neuen Oberbürgermeister keinerlei Anstalten gemacht, die wirklichen Kosten des Hessentages vollständig aufzuzeigen. „Udo Bauch hat die von seinem Vorgänger eingeführte Kostendarstellung nahezu eins zu eins übernommen und schlicht fortgeschrieben“, so Ioannis Kalaitzis.

Damit wird der Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 12.07.16 auch weiterhin nicht erfüllt, so WsR Stadtverordneter Walter Höfeld, der vor 2 Jahren den Antrag des Viererbündnisses maßgeblich mit formuliert hatte. Die Chance, durch eine ordentlich aufgearbeitete Darstellung, endlich Transparenz zu schaffen, sei erneut vertan worden.

Dass trotz den Antrages von Anfang an zu den einzelnen Maßnahmen keine Erfassung der Vollkosten einschließlich der Personalkosten stattfand, ist und bleibt nach Ansicht der WsR ein klarer Rechtsbruch des damaligen Oberbürgermeisters Patrick Burghardt.

Dessen dilettantisches Projektmanagement, verbunden mit einem fatalen Hang zur Großmannssucht sei es gewesen, was Rüsselsheim dieses Defizit eingebrockt habe, so Gisela Conrad-Rothengatter.

„Einschließlich der angeblich nicht mehr zu beziffernden Personalkosten, der aufgelaufenen Kosten bei den Unternehmen der Stadt, den massiven Kostenüberschreitungen bei den Hessentagsbauten und dem Fiasko mit den Hessentagsbechern, ist es wohl nicht übertrieben zu behaupten, dass Rüsselsheim einen der teuersten Hessentage überhaupt veranstaltet hat“, so WsR Fraktionsvorsitzender Joachim Walczuch. 

Ob sich wenigstens die versprochenen positiven Hessentagseffekte in  den nächsten Jahren einstellen würden, dürfe in Anbetracht der aktuellen Lage bei Opel ebenfalls mehr als fraglich sein.